bloggerfilm – Ein Projekt, ein Film, Schweizer Blogger – mit Deutschen Untertiteln

bloggerfilm – Ein Projekt, ein Film, Schweizer Blogger – mit Deutschen Untertiteln


Mit deutschen Untertiteln! In der Schweiz und auf der ganzen Welt passiert viel. Aus diesem Grund entsteht ein Austausch von verschiedensten Informationen. Ein Teil dieser Informationen landet auf Blogs. Was ist ein Blogger und was ist ein Blog? Mit diesen Fragen beschäftigt sich der Film und um diese Fragen zu klären habe ich Blogger aus der ganzen Schweiz interviewt, denn sie können ja am besten erklären, was dass sie tun. Bei den Interviews habe ich gesagt, sie sollen den Satz «Bloggen ist…» vervollständigen: …loslassen. …sich mitteilen. … meine Probleme etwas abschieben. … Therapie. … bereichernd. … cool. … Weltanschauung, Zeitvertreib, Zeitverschleiss. … Inhalt ins Internet stellen. … ziemlich lustig, viel Spass, Fun. … Lifestyle. … eine Kultur, etwas Modernes, das im Internet stattfindet. … eine neue Form von Kommunikation. … Erfahrungsaustausch. … Hilfe für andere Leute. … eigentlich, dem Leser zeigen, was man erlebt. … zeitaufwändig, tut aber sehr gut. Tja, das ist «bloggen». Aber klären wir doch zuerst den Begriff.
Was ist überhaupt ein Blogger und was ist ein Blog? Das ist Tom.
Tom liebt Flugzeuge und Tom betreibt seinen eigenen Blog. In seinem Blog schreibt er reglmässig Beiträge, beispielsweise über den Airbus A380, ob die Schweiz Kampfjets braucht
oder z.B. über Vor- und Nachteile von EasyJet. Seine Beiträge sind dabei chronologisch geordnet, d.h. die neusten Beiträge sind zuoberst und im Archiv findet man seine bereits geschriebenen Beiträge. Tom ist also ein Blogger. Aber wo ist denn nun der Unterschied zwischen einem Blog… …und einer Zeitung? Hinter einem Blog steht meistens eine Person.
Der Blogger ist sowohl Autor, als auch «sein eigener Chef». Er entscheidet bei jedem Beitrag, ob dieser geschrieben und / oder
auf dem Blog veröffentlicht wird. Bei einer Zeitung funktioniert dies etwas anders, denn dort stehen mehr Leute dahinter und somit werden auch mehr Beiträge geschrieben. In einem Printmedium können nicht einfach alle Beiträge publiziert werden.
Aus diesem Grund werden bestimmte Beiträge veröffentlicht, andere
hingegen auch nicht. Dies bedeutet, dass es immer eine bestimmte Selektion der Beiträge gibt. Ein weiterer Punkt ist das Geld. Wenn eine Zeitung langfristig bestehen möchte, muss sie Beiträge schreiben,
die die Leser auch lesen möchten, denn so kann sie auch ihre Zeitungen
verkaufen und langfristig bestehen bleiben. Bei einem Blog ist dies etwas anders, denn er verdient im Gegensatz zur Zeitung (normalerweise) auch kein Geld mit seinen Beiträgen. So ist er sehr unabhängig und kann schreiben, was er gerade will. Ein weiterer Punkt ist die eigene Meinung. Im Normalfall ist der Beitrag eines Bloggers eher subjektiv, d.h. der Blogger
schreibt, wie er über etwas denkt. Ganz im Gegensatz zu einer Zeitung, wo die Beiträge im
Idealfall sehr objektiv sind. Ein grosser Vorteil eines Blogs ist, dass man direkt
unter dem Beitrag kommentieren kann. So kann ein Dialog zwischen dem Blog-Leser
und dem Blog-Autor entstehen. Und damit wir nicht vergessen, was ein Blog überhaupt ist,
lassen wir uns dies von Dave nochmals zusammenfassen. Eine Website mit verschiedenen Artikel,
die sich meistens mit einem bestimmten Thema beschäftigt. Die Artikel erscheinen manchmal täglich – manchmal weniger oft – … … und beinhalten meistens die persönliche Meinung des Autors. Eine Art, sich im Internet
auszudrücken. Du kannst dich mitteilen,
sagen, was du machst,
was momentan gerade in ist,
du kannst einen Fashion-Blog
betreiben… Du kannst… – Ja, es gibt viele «Arten von Blogs». Genau! Es gibt verschiedenste Arten von Blogs. Da hätten wir zum einen Technikblogs, wie der «Apfelblog» oder der «Technikblog», Blogs mit Fundstücken und Fotos, Firmenblogs, wie z.B. diejenigen von Namics, Hostpoint oder Xeit, Videoblogs, «Social Media» – Blogs, Fashionblogs, oder private Blogs, wie z.B. mein Blog. Und eine weitere Frage drängt sich auf:
«Sind Blogger eigentlich wichtig?» Ob sie wichtig sind im Sinn davon,… … dass sie direkt mit etablierten Zeitungen konkurrenzieren sei einmal dahingestellt. Ich denke eher nicht. Dies hat aber auch seine speziellen Gründe, da Blogs
auch nicht zwingend ein News-Medium sind. […] weshalb es wichtig ist? Ich glaube, es ist einfach schön, dass man verschiedene Dinge kennenlernen kann,… …, dass man keine Zensur von Verlagen hat […] […] sozusagen einfach eine schöne Form von freier Meinungsäusserung. Gerade in einer Demokratie ist es wichtig, dass man unterschiedliche Meinungen hat. Auch für die Innovation ist es wichtig, dass man unterschiedliche
Meinungen hat. Das wird mit den traditionellen Medien zu wenig gemacht
und deshalb sind Blogger, die neue Impulse bringen,
wichtig, um uns alle weiterzubringen. Es kommt etwas darauf an, wie gross die Fangemeinde ist. Ich denke, dass man dann schon auch eine recht grosse Kraft hat, man kann mit einem einzelnen negativen Post eine ganze Welle erschlagen, es kann jedoch auch einmal passieren, dass es gar nicht gehört wird. Grundsätzlich bin ich der Meinung, das es wichtig ist. Ich denke, dass sie in einem gewissen Bereich eine bestimmte Macht haben
und so Meinungen bilden können. Und sie sind wichtig, um gegen alle diese Kurznachrichtendienste das geschriebene Wort hoch zu halten. Blogger tragen also dazu bei, dass man die
Meinungsfreiheit auch wirklich ausnutzen kann. Aber: Überschätzen sich Blogger manchmal nicht ein wenig? Manchmal ist es vielleicht so, dass man sich untereinander etwas zu wichtig nimmt,… …aber ich glaube nicht, dass Blogger generell Personen sind, die sich wichtig nehmen. Ich glaube einfach, dass ein Blogger ein «eigener Schlag Menschen» sind: Sie sind kommunikativ, sie stehen gerne im Mittelpunkt, sie sind sich im Klaren, dass sie in den Medien stehen, das heisst wenn ich im eigenen Namen Inhalte veröffentliche,
können auch kritische Dikussionen aufkommen, welchen ich mich stellen muss und ich glaube, dass sich Blogger
dessen bewusst sind und damit umgehen können. Wo liegt denn eigentlich der Reiz am bloggen? Der Reiz liegt darin, dass andere Leute deine Inhalte auch lesen. Ich kann Dinge für mich aufbewahren, also wie Notizen,
und ich kann dort nachschlagen. Das eine ist das digitale Schulterklopfen, das zweite ist eine Ausdrucksmöglichkeit,
ich gewinne an Textkompetenz, indem ich
über all diese Jahre schreibe,
ich werde sicherer und es macht auf Freude. Und ich denke vor allem der Dialog mit Leuten über die Kommentarfunktion, aber auch die Integration mit Twitter und Facebook: dies gibt
eine Leserschaft und eine Diskussion mit ihnen. Jeder kann etwas ins Internet stellen
und jeder kann darauf reagieren. Und das ist meiner Meinung nach das Interessante an Blogs. Es gibt schon einige Schweizer Unternehmen, die Blogs erfolgreich einsetzen. Ich wollte wissen, welche Vorteile denn enstehen, wenn man Blogs verwendet. Glaubwürdigkeit innerhalb der Blogosphäre. Gute Suchmaschinenoptimierung (SEO), gute Rangierung und das zweite ist etwas im Sinne von «Employer Branding»,
man positioniert als Unternehmen mit Themen, zeigt jedoch auch, dass man eine Kultur hat, wo die
Mitarbeiter bloggen dürfen / können und in diesem Moment diese Freiheit auch haben. Und der dritte Punkt ist vielleicht, dass man offen ist. D.h. dass
das Blog Kommentare beinhalten kann, und man ist sich bewusst, dass man diese
Kommentare beantworten muss. Ich denke, man kann das Unternehmen anders darstellen,
es wieder fassbarer machen. Ich denke, dass viele kleine Unternehmen, welche grösser werden,
das Problem haben, dass das Unternehmen von den Kunden anders wahrgenommen wird.
Es ist nicht mehr der Chef am Telefon, man hat plötzlich einen Mitarbeiter an der Leitung und dies macht viele Unternehmen anonymer. Ich denke, mit einem Blog kann man einen gewissen Teil davon wieder zurückholen, das Unternehmen wieder persönlicher machen. Das Schönste am bloggen ist wahrscheinlich das
Teilen von Informationen mit anderen Leuten. Dabei kann von den Lesern wertvolles Feedback kommen
und man kann dabei selber sehr viel lernen. […] mein Fachblog, wo ich teilweise auch Tipps
bekannt mache, wo andere sagen, ich verschenke hier ja mein Wissen! Daraus
könnte ich ja wieder ein Beratungsmandat machen. Ich sehe das etwas anders: Es ist Geben und ein Nehmen. Und es geht auch darum, dass ich Fachthemen für mich aufarbeite. Das ist wie wenn du einen Vortrag fürs Gymnasium
machst, dort musst du das Thema zuerst verstehen und bevor ich einen fundierten Blogartikel schreiben kann,
muss ich das Thema verstehen, es bringt also auch mich weiter. Wir kommen noch zum letzten Punkt und dabei schauen
wir gleich noch etwas in die Zukunft. Facebook und Twitter sind «Social Network»-Seiten. Und: sie werden immer attraktiver. Verlieren die Blogs dadurch etwas an Relevanz
oder wie sieht das in Zukunft aus? Es ist sicher so, und das merkt man gut an den Kommentaren, dass die Leute einen Blogbeitrag, welchen man auch noch
gleichzeitig auf Facebook anteasert, ihn öfters auf Facebook kommentieren
und nicht auf dem Blog. Und andererseits ist es sicher auch so (in Bezug auf mich), dass ich früher etwas, was ich heute kurz mit 140 Zeichen «vertwittere»
noch einen Blogbeitrag dazu geschrieben hätte. Infsofern ist dies sicher eine Konkurrenz und es verschiebt sich ein bisschen,
so dass man vielleicht weniger bloggt und stattdessen mehr twittert. Und mit dieser Prognose kommen wir gleich noch zum Schluss. Und da kommen natürlich auch noch die ultimativen Fragen, welche ich
meinen Interviewpartner gestellt habe. [siehe oben] Von mir aus «der» oder «das» Blog. Der Eidotter. Weiss ich nicht. Der Hühnerstall!

5 thoughts on “bloggerfilm – Ein Projekt, ein Film, Schweizer Blogger – mit Deutschen Untertiteln

  1. Jein – ich habe mich auf die schriftliche Form begrenzt, bzw. den Blog als Plattform. Aber du hast natürlich recht, die Videoblogger hätten auch eine Erwähnung verdient!

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