Interview mit Alex Düsseldorf Fischer beim Blog 30Tausend zu Lebenslauf, Strategie & Unternehmertum

Interview mit Alex Düsseldorf Fischer beim Blog 30Tausend zu Lebenslauf, Strategie  & Unternehmertum


Hi, hier sind Artur und Michael von 30Tausend.de!
Wie ihr wisst, schreiben wir regelmäßig über Denkweisen erfolgreicher Unternehmer
auf unserer Webseite und wir haben uns heute mit einem getroffen, einem sehr interessanten
Immobilieninvestor aus Düsseldorf. Sein Name ist Alex Fischer. Genau, seine ersten Erfahrungen
mit dem Thema Immobilien hat er 1993 gemacht. Da hat er seine erste Immobilie verkauft.
Und über die Jahre bis heute hat er ca. 2.000 Objekte gekauft, saniert und wieder verkauft.
Und mittlerweile besitzt er in Düsseldorf ca. 10.000 qm Wohnfläche, aufgeteilt auf
ca. 200 Objekte, also Wohnobjekte und kann sich so einen Cashflow, einen passiven Cashflow,
allein durch Mieteinnahmen von fast 1 Millionen Euro im Jahr sichern. Ja, wir haben uns hier
in seinem Loft getroffen, hatten ein sehr angenehmes Gespräch und wünschen euch natürlich
dabei viel, viel Spaß. Viel Spaß! Ich habe schon mit 14 die ersten Sachen gehandelt.
Und zwar habe ich damals in einer PC-Zeitschrift gelesen, wie man Digitizer bauen kann für
den Commodore 64. Die jungen Unternehmer werden das vielleicht nicht mehr kennen, aber das
war so der erste Heimcomputer, den es so gab. Und dann habe ich Platinen geätzt,
sehr zur Freude meiner Mutter, weil das macht man ja mit Säure und die habe ich dann mal
schön in den Ausguss gegossen, der sah danach nicht mehr so toll aus usw. Und habe die dann
über Anzeigen verkauft. Die bei der Sparkasse sahen mich schon immer ganz komisch an, weil
ich bin dann regelmäßig zum Kontoauszugsdrucker und dann hatte ich so meine Belege von der
Post, also der Postbote hat dann kassiert und dann habe ich das immer alles so verglichen
usw. und ich fand es schon immer toll, Sachen zu kreieren und wie soll ich sagen, Sachen
die eben Wert haben und wenn du was kreierst, was einfach wertvoll ist, dann verdienst du
damit auch Geld. Wenn nicht, halt nicht. Platines, was war das jetzt genau? Ein Digitizer! Das
heißt, man konnte damit Sachen digitalisieren. Was heute voll automatisch in jedem Computer
drin ist, war damals der Knaller. Ein Commodore 64, musst du dir vorstellen, 64 Kilobite Arbeitsspeicher
und damit konnte man wirklich Sprachaufnahmen digitalisieren. Das ist heute ganz normal,
aber das war halt früher nicht drin und das hat man einfach da als getrennte Schaltung
geätzt, zusammen gelötet usw. Aber wie bist du denn darauf gekommen? Ich meine, hast du
da selber einen gehabt? Ich habe mir selber einen gebaut und fand das Ding cool und dann
habe ich einfach eine Probeanzeige gemacht. Ich habe eine geschaltet “Hallo, zu verkaufen!”
Und dann kam da sehr viel Rücklauf drauf. Und dann habe ich angefangen zu produzieren.
Also, das war zum Beispiel ganz lustig. Das kann ich jedem Unternehmer nur empfehlen,
erstmal zu testen, gibt es denn überhaupt eine Nachfrage danach? Weil ich habe früher
dann, also was ich als Jungspunt automatisch richtig gemacht habe, habe ich später dann
falsch gemacht. Das heißt, heute würde ich immer erst wenig Arbeit investieren, dann
erstmal schauen, ist eine Nachfrage da, wirklich testen, Probeanzeigen, Probemarketing usw.
und wenn man sieht, ohja, da ist wirklich welche da, dann Gas geben und abliefern. Ja,
das ist dann dieses typische Lean-Startup-Prinzip. Was haben denn deine Eltern gesagt, als du
so gesagt hast “Hey, ich möchte gerne eine Anzeige schalten.”? Ja, die habe ich ja nicht
gefragt. Meine Eltern sind Lehrer, die fanden das auch alles sehr merkwürdig. Wir hatten
noch so ein zentrales Telefon mit Wählscheibe und denen war das eigentlich alles egal. Die
haben nur gesagt: “Mensch, man merkt, dass dein Großvater irgendwann mal Schweinehändler
war”, das ist irgendwie in den Genen durchgekommen, aber was die mehr gestört hat war, dass dauernd das Telefon geklingelt hat. Und
ich hatte dann noch einen kleinen Trick, das sind so Jugendsünden. Weil damals zu Commodore-Zeiten,
danach war es Amiga, das war dann die nächste Stufe, danach kamen erst die PCs, da waren
Raubkopien sehr in. Das heißt, also da wurde raubkopiert. Das habe ich mich aber nicht
getraut, weil ich mir gedacht habe, Mensch, wenn du das verkaufst usw. da bist du aber
richtig fällig. Aber es gab da so einen Trick. Da gab es so Hacker-Gruppen und die haben
nicht nur Software gecrackt, sondern die haben auch selber welche geschrieben. Eine Software
davon war Soundtracker. Das war eine Software für Amiga. Das ist heute alles Kindergarten,
aber damit konntest du richtig coole Songs und Musik mit machen und das hat eine Hacker-Gruppe
geschrieben. Diese Hacker-Gruppe war aber selber, wenn du so möchtest, dafür bekannt,
dass sie sehr viel gecrackt haben, also Software geknackt haben. Dann habe ich mir gedacht,
toll, dann verkaufst du doch deren Software einfach, weil wer soll dich anzeigen? Das
führte aber dazu, dass dann bei mir dauernd das Telefon geklingelt hat und meine Eltern
echt die Krise gekriegt haben. Das waren so die Jugendsünden. Wie bist du denn jetzt
generell auf Platinen gekommen? Einfach so! Ich fand es toll. Und das Problem ist, mit
14 oder ich glaube, ich war da noch unter 14, da kannst du ja noch gar nicht arbeiten.
Und meine Eltern haben mich auch immer relativ knapp gehalten. Die hatten zwar Geld, aber
die waren der Meinung, das muss so reichen, also reich waren sie nicht, sie waren halt
Lehrer. Aber trotzdem so für meine Fälle haben sie mich trotzdem relativ knapp gehalten,
was auch gar nicht schlecht war, weil dadurch bei mir so irgendwie, ne ich will was verändern.
Und das führte dann dazu, dass ich dann Wege gesucht habe. Und dann habe ich halt auch
hart gearbeitet, wie z. B. Zeitungen austragen. Das kannst du mit 14 machen. Und wenn du das
mal gewohnt bist, bei Wind und Wetter mit so einem alten Fahrrad, vorne ein Korb drauf,
hinten ein Korb drauf und dann fängst du an, da halt durch die Gegend und dann schneits
und dann regnets und dann fällt die dein Fahrrad um und die ganzen Zeitungen und irgendwann
sagst du “Oh ne!”. So, und das war halt für mich damals arbeiten. Und ich habe zum Beispiel
im Erdkundeunterricht, da hieß es dann, die Japaner, die arbeiten 12 Stunden am Tag. Da
dachte ich mir, boah, wenn ich zweit Stunden Zeitungen austrage, kann ich mir schon die
Kugel geben und die arbeiten freiwillig 12 Stunden am Tag, ne, also ich werde glaube
ich mal arbeitslos. Also, das war schon so neee, das nicht. Ich habe dann als Jugendlicher
immer wieder mal bei Develey gearbeitet. Das ist so eine, die kommen aus München, die
füllen die ganzen Ketchups ab, die machen die ganzen Saucen für MCDonalds und in der
Ketchup-Abfüllung ist das halt 40 Grad heiß und da machst du den ganzen Tag nur …. Achja,
so Fließbandarbeit…Und das waren dann halt Sachen…. Ich habe auch mal im Baumarkt gearbeitet
usw. Das waren halt irgendwie Sachen, da habe ich mir gedacht, nee, also das packst du nicht.
Und so habe ich dann halt nach Alternativen gesucht. Und war halt immer so, naja, lieber
mal Vollgas geben und vielleicht auch was machen, was kein anderer möchte wie z. B.
Akquise, weil das mögen ja viele nicht. Aber dann nur zwei Stunden arbeiten oder drei,
anstatt 10. Ja, also lieber 3 Stunden hart als 10 Stunden so Durchschnittszeugs. Genau.
Und danach bist du ja auch, wo du Akquise ansprichst, du bist ja auch dann irgendwann
in die Versicherungsbranche gewechselt. Ja, das war auch eher so…also grundlegend
wenn du im Lehrerhaushalt groß wirst, dann steht eigentlich schon fest, dass du später
mal Lehrer wirst. Meine Schwester ist auch Lehrerin geworden. Ich hatte das auch irgendwie
so im Kopf. Kriegst du halt irgendwie so eingeimpft. Und dann habe ich mir gedacht, ne, jetzt gleich
studieren nach dem Gymnasium und ich habe bayrisches Abitur gemacht, das war damals
schon Zentralabitur. Jetzt immer nur Theorie…ich möchte mal ein bisschen sehen, wie es läuft.
Dann habe ich gesagt, so, wo bewirbst du dich? Jetzt machst du mal zwei Jahre Ausbildung,
Versicherung oder Bank? Dann habe ich gesagt, nee, ich möchte keine Anzüge tragen, also,
dann bewirbst du dich mal bei der Versicherung. Also, das war so das Ding. Ich habe mich dann
auch nur bei einer Versicherung beworben, weil ich gesagt habe, entweder die nehmen
mich oder ich studiere. So machen wir das dann. Die haben mich dann aber auch genommen.
Das war die Bayernversicherung, das ist ein Lebensversicherer der Sparkassen in Bayern,
also was hier jetzt Provinzial wäre, aber nur Lebensversicherungen gemacht. Das heißt,
das größte Glück, weil im Nachhinein verdanke ich dieser Ausbildung extrem viel, weil es
ist eigentlich besser als eine Bankausbildung, weil die Lebensversicherer müssen ja auch
ihr Geld anlegen, die geben Hypotheken aus, die geben Immobiliendarlehen aus, die investieren
in Aktien, das kriegst du alles gelernt, aber du stehst nicht am Schalter. Das heißt, die
ganzen Mitazubis, die ich sonst so kenne, die dann irgendwie Bank gemacht haben, die
standen die ganze Zeit am Schalter und haben irgendwie Überweisungen ausgefüllt. Und
bei uns war das einfach so, wir haben neben der Berufsschule auch noch zwei Tage die Woche
richtig Schulung gekriegt IGB, HGB, Grundlagen usw. Käufmännische Bilanz, Geldanlage, Hypotheken
usw. Das war so das Ding von der Bayernversicherung: Wir bringen die besten Auszubildenden raus.
Und so hat sich das dann einfach entwickelt. Während der Ausbildung habe ich dann angefangen,
mal die ein oder andere Versicherung zu vermitteln und Immobilien zu verkaufen und Baufinanzierungen.
Ich habe als Auszubildender damals 1.000 DM im Monat verdient. Ja, dann habe ich eine
Immobilie vermittelt, da habe ich 35.000 DM dran verdient. Und eine Baufinanzierung mit
Tilgungsaussetzung, mit Lebensversicherung kombiniert, da gab es 25.000 DM für. Da habe
ich mir gedacht: So…. Jetzt war aber mein Problem, als ich mich da selbständig gemacht
habe, dass ich damals 22 war, aber aussah wie 17. Und dass es ein riesen Unterschied
ist, ob du jetzt einfach mal zufällig einen Umsatz in deinen Kontakten machst, der dir
gerade vor die Füße fällt oder ob du das eben regelmäßig reproduzierbar machen möchtest.
Und dadurch, dass meine ganzen Mitleute, die ich kannte, alle Studenten waren oder sonst
irgendwas, hatte ich da jetzt auch keinen großen Bekanntenkreis, wo ich hätte anfangen
können, so war ich dann praktisch von Anfang an gezwungen, Akquisewege zu finden. Wie kommt
man an Kunden und wie kommt man effektiv an Kunden? Also ich glaube, es gibt keinen Weg,
den ich nicht schon gemacht habe. Irgendwann kam dann die ersten Immobilienanlage.
Genau, die erste Immobilie kam relativ schnell. Also, ich habe mich selbständig gemacht im
August 94. 92 habe ich Abitur gemacht, zwei Jahre Ausbildung. August 94 habe ich mich
dann selbständig gemacht. Erstmal mit Finanzierungsvermittlung, weil das hat mir am besten gefallen, auch
in der Ausbildung. Habe dann Immobilienmakler akquiriert.
Vielleicht kurz: einmal Finanzierungsvermittlung erklären, für die, die nicht wissen, was
ist das genau? Einfach, wenn jemand eine Immobilie hat, oder
eine Immobilie kaufen möchte, dann geht er üblicherweise zu seiner Hausbank, Sparkassen
machen da gewisse Sachen, Deutsche Bank macht gewisse Sachen, Finanzierungsvermittler ist
jemand, der verschiedene Bankkontakte hat, der versteht, was ist bei den Kunden die Situation,
wieviel Eigenkapital hat der, was ist das für eine Immobilie und anhand dessen entscheidet
und bringt er es hin, so dass es für den Kunden am besten ist. Sowohl vom Eigenkapital her
als auch von der Kondition. Genau, nachdem ich aber keine Lust hatte, Kunden direkt zu
finden, habe ich mir gedacht: Wer hat die? Und dann habe ich mir gedacht, ah, das sind
Immoblienmakler! Die haben schon die Kunden, die mich interessieren und dann habe ich die
halt per Telefon durchgebimmelt. Und das war auch sehr gefragt, die Dienstleistung, weil
die Immobilienmakler hatten dann oft das Problem, die haben dann irgendwo eine Immobilie gehabt
und dann ging der damit zu seiner Hausbank, dann packen die in die Schublade “Ach, ist
doch alles schlecht, guck mal, wir haben was viel besseres!” Und deswegen haben die das
gerne über mich gemacht. Und da waren dann halt, also ich hatte so 50 durchakquiriert
und da waren dann irgendwann um die 10 dabei, die wirklich richtig gut waren und die es
auch zu was gebracht haben und die habe ich natürlich ganz intensiv interviewt: Hey,
wie schaut es aus, was würdest du heute anders machen, wenn du 20 wärest? Was sind deine
besten 5 Tipps? Wie macht man das? usw., weil ich sag mal 30 Jahre Erfahrung sind ja in der Immobilienwirtschaft
nichts, weil du kaufst dir was und nach 10 Jahren siehst du erst, hat es funktioniert?
Und deswegen habe ich mir gedacht, mensch, da fragst du doch mal die Leute, die es schon
seit 30, 40 Jahren machen und da haben sich auch ein paar Ratschläge rauskristallisiert,
die sehr sinnvoll waren. Was waren da so die wichtigsten Lektionen?
Ich meine, du hast ja auch schon mega viele Erfahrungen gemacht?
Im Immobilienbereich ist eigentlich das wichtigste, dass du verstehst, wie eine Immobilie funktioniert.
Da kann ich eigentlich nur empfehlen, einfach mal meinen Podcast, Immobilieninvestorpodcast
anhören. Da gebe ich das Wissen auch weiter. Aber das wichtigste ist, einfach der Hauptfehler,
der gemacht wird, Steuervorteil. Also es wird zu sehr auf den Steuervorteil geschaut, anstatt
so die Gesamtrendite auszurechnen. Also einfach, wie funktioniert die Immobilie gesamt? Die
meisten Verluste, die eigentlich gemacht wurden, sind immer, wenn Bereiche gehyped wurden und
es dann große Steuervorteile gab und dann sind alle da hin gerannt und die Bauträger
haben dann die Steuervorteile schon in die Preise einkalkuliert und so wurde der Steuervorteil
halt zum Boomerang. Das ist eigentlich so das Hauptding.
Aber du hast gesagt, nochmal zurück zum Thema Versicherungen. Du hast gesagt, es hat dir
extrem viel gebracht. Ich denke mal, ein großer Punkt ist auch das Thema Kaltakquise, weil
das ist ja etwas, wovor sich voll viele Leute sträuben einfach.
Ich sage mal so, ich halte Kaltakquise grundsätzlich nicht für sinnvoll, warum, erzähle ich später
auch gerne, aber ich halte es für extrem wichtig, es mal gemacht zu haben. Also ich
habe sogar schon Umfragen von Tür zu Tür gemacht. Also auch als Schüler. Da gab es
dann halt Alternativen, Develey 10 Mark die Stunde bei 40 Grad oder Alternative Interviewer.
Das heißt, du hast an der Tür geklingelt, hast ein Interview mit den Leuten gemacht,
aber die mussten dir auch mit Unterschrift bestätigen, dass du das nicht gefaked hast.
Das war also schon etwas, das ist einfach gut, wenn man es mal gemacht hat, weil dann
wird man auch ernst genommen. Und man weiß auch selber, also ich hatte halt immer ein
Motto, das mich meiner Meinung nach relativ weit gebracht hat. Und das hatte ich schon
als kleines Kind, keine Ahnung woher. Das lautete: Da wo du Angst vor kriegst, machst
du erst recht. War so, weiß ich noch, dritte Klasse, Grundschule, da fragt die Lehrerin:
Wer möchte denn ein Referat halten über sein Hobby? Sie hat es ausgesprochen und ich
hatte schon Angst bei der Vorstellung, vor Leuten zu sprechen. Aber meine Hand ging sofort
nach oben, weil ich mir gedacht habe, hey, das traust du dich nicht. Jetzt erst recht.
Und dann stand ich da vorne, habe natürlich Lampenfieber gehabt, alles mögliche, aber
danach habe ich mich super gefühlt. Das war etwas, was ich immer wieder gemacht habe.
Immer wenn ich mir gedacht habe, boah, das traue ich mich nicht, dann erst recht. Das
hat ja auch seine Negativsachen. Irgendwann haben Freunde von mir gesagt: Hey, wir klauen
da. Und dann habe ich mir gedacht, bei dem Gedanken klauen, das kann ich nicht machen,
dann erst recht…usw. Also das muss man natürlich intelligent anwenden, aber grundsätzlich
ist das schon was, was mich sehr, sehr weit gebracht hat. Diese Einstellung, also die
Komfortzone aktiv zu erweitern. Das kennt sicher auch jeder von euch Zuhörern. Ah,
ne, will ich nicht, wenn du dich dann da über die Linie bringst, dann fühlst du dich danach
stärker und größer. Ja klar, absolut.
Was macht man gegen die Angst? Das habe ich schon sehr oft gehört, dass die Leute Angst
vor dieser Kaltakquise haben. Was meinst du denn, wie könnte man denn gegen diese Angst
ankämpfen? Wie man gegen die Angst ankämpft? Naja, ich
sage mal so, da gibt es verschiedene Methoden, wie man das macht, aber wie gesagt, die Frage
ist, ist es überhaupt sinnvoll? Also als erstes, immer wenn es etwas gibt, wo man sich
nicht traut, also jetzt den Mount Everest besteigten ist, wenn du es an einem Tag machen
möchtest, sehr beschwerlich. Jetzt angenommen, du würdest es auf ein halbes Jahr in Treppchen
unterteilen, dann wäre es nicht mehr ganz so schlimm. Also einfach Sachen, die große
Sprünge sind, einfach in kleine Schritte unterteilen. Man kann es ja einfach mal so
machen, man kann also, was weiß ich jetzt, zum Beispiel einfach mal Freunde anrufen,
aber nicht nur für ein Gespräch, sondern wirklich mal anrufen, so von wegen, ich stell
mir vor, ich verkaufe dem jetzt was. So und man muss ja nicht unbedingt wirklich was verkaufen,
sondern man sagt so, ich verkaufe dem jetzt, dass er mir beim Umzug hilft. Und dann würde
man als nächstes einfach mal einen Fremden anrufen und sagen, oh, Entschuldigung, ich
habe mich verwählt und würde ein Gespräch anfangen. Oder es gibt verschieden Arten,
wie man Vertrieblern die Angst vorm peinlich sein nimmt. Ganz harte Nummer ist, mitten
in der Mittagsrushhour bei MCDonalds musst du bei MCDonalds drauf bestehen, einen Döner
zu bestellen. Und zwar zwei Minuten lang. Das sind ziemlich lange zwei Minuten. Das
Lustige ist aber, wenn du das mal gemacht hast, danach weißt du, jetzt habe ich das
überstanden, alles andere ist ja nichts. Da musst du schon wirklich extrem, oder lauf
einmal in der Badehose über die Königsallee. Das sind halt so Sachen, wo man einfach schon,
wenn man sagt, mmh, das ist mir jetzt zu hart, weil das merkt man ja auch, wenn du dich nicht
sicher fühlst, dann teilt man das einfach in kleine Schrittchen. Ja, das ist eine gute
Idee. Aber Absagen, die gehören ja zur Kaltakquise
sowieso. Da gibt es teilweise Stories, wo man sagt, das hat mich jetzt echt getroffen.
Wie bist du denn mit solchen Absagen umgegangen? Sagen wir mal so, also ich habe mir dann immer
Leute gesucht, die sich damit auskennen und habe natürlich erstmal Absagen gekriegt und
ich habe es immer verglichen mit Develey Ketchupabfüllung. Ich dachte mir, schlimmer als das kann es
ja nicht werden. Übrigens viele erfolgreiche Unternehmer, die ich kenne, haben eins gemeinsam,
sie haben schonmal richtig Scheißarbeit gemacht. Weil das hilft dir dann beim Durchhalten.
Wenn du schonmal wirkliche Mistarbeit machen musstest, dann sagst du, ach komm, da machen
wir jetzt einfach weiter. Grundlegend ist das mit den Absagen so, was weiß ich, man
nimmt es halt zur Kenntnis oder sammelt sie sogar, also man kann es ja zum Beispiel rumdrehen
und kann sagen, super, ich habe hier eine Konversionrate, also eine Umwandlungsrate,
jeder Zwanzigste, also einer von Zwanzig sagt ja. Den muss ich natürlich erstmal kennen.
So, dann sammelst du halt 19 Neins. Ich kenne sogar einen, der ist ein Telefonakquisiteur,
der bedankt sich immer “Mensch, danke, dass sie keine Lust haben”. Aber grundsätzlich
ist es nicht nötig, wenn man sich mit Marketing auskennt. Es ist nur gut, wenn man es schonmal
gemacht hat. Aber auch das ist eine Sache, wo es Techniken für gibt. Wie man kalt akquiriert,
damit man eben keine solche Watschen kriegt. Was ist denn da für dich die Alternative
zur Kaltakquise? Kurz noch, um da einzuhaken, um die Idee zu
geben, wie macht man Kaltakquise oder wenn man mal wo anrufen muss, wie macht man das?
Dann kannst du jetzt zum Beispiel anrufen und dann sagst du “Hallo, mein Name ist Alex
Fischer, spreche ich mit dem Herrn Soundso?” Dann sagt er “Ja.” So und dadurch, das geht
da drum, dass schon ein abwechselndes Gespräch zustande kommt und nicht der, der am Telefon
akquiriert, diese Belaberungsshow macht. Und dann kann man zum Beispiel sagen “Ach super.
Entschuldigen Sie, dass ich Sie störe, darf ich Ihnen eine Frage stellen?” Und schon wieder
kommt auf der anderen Seite was. Und wenn man sich jetzt zum Beispiel in der Kaltakquise
an den Dreierablauf hält: Ich biete Ihnen, also ich mache, das bringt Ihnen, wie gefällt
Ihnen das? Schauen Sie, ich sorge dafür, dass Sie jede Menge neue Kunden haben, das
machen wir über soundso, wie gefällt Ihnen das? Haben Sie da Interesse dran? Dann ist
das eine klar strukturierte Frage, ein klar strukturierter Ablauf und dann gibt es da
üblicherweise keine Probleme. Nur, wie gesagt, ich kann es nicht empfehlen, weil ich würde
nur empfehlen nur mit Kunden zu arbeiten, die auch wollen. Und das ist halt Push, wenn
du Kaltakquise machst. Es ist manchmal sinnvoll VIPs zu akquirieren, aber es ist nicht sinnvoll,
um damit im breiten Geschäft aufzustellen. Aber das ist ja genau das Schwierige, finde
ich. Wie findet man genau die Kunden, die wollen?
Ja, das ist ja das, womit ich mich als Immobilienmensch beschäftigt habe. Im Internet findet man
die. Und zwar ohne Ende. Jetzt komme ich aber aus der Immobilienbranche, das ist glaube
ich die offlineigste Branche, die es irgendwie gibt. Also, das höchste des Onlinemarketings
ist Immobilienscout und eine Webseite. Und das war auch der Grund warum ich mir ewig
lange die Zähe dran ausgebissen habe, weil ich dachte mir immer, mensch, toll, die anderen,
digitale Produkte, Software oder Konsumgüter, wäre das nicht toll. Ich bin so ein Prozessorganisationsfreak.
Ich finde das total toll, sowas einmal aufzustellen, ein System entsprechend zu betreiben und die
Problematik dabei ist einfach, dass kein Mensch jemals eine Immobilie online kaufen wird.
Und wie gestaltet man jetzt den Verkaufstrichter, also den Ablauf vom Marketing bis sonst irgendwas
und das habe ich dann halt nach 5 Jahren mühsam rausgefunden. Ich bin glaube ich auch der
einzige, der das wirklich beherrscht. Also sprich, wie fischt man Kunden online und holt
sie dann ab einem gewissen Punkt offline und wie geht es offline weiter? So, dass dann
zum Schluss wirklich Verkäufe dran kommen. Das ist egal, ob es Immobilien sind. Das gilt
auch für Steuerberater, Rechtsanwälte oder alles, was beratungsintensiv ist. Hat kaum
einer gelöst bisher. Das liegt auch daran, dass die Online-Marketing-Freaks gar kein
Bock dadrauf haben. Weil mir blieb ja nichts anderes übrig, weil halt ein Immobilienmensch.
Das gute bei dir ist echt dieser Mix zwischen Online und Offline, dass du beide Erfahrungen
hast und das fehlt tatsächlich vielen, glaube ich, in diesem Internetmarketing.
Wenn du mich fragst, ist das sogar auch schlecht. Weil Online hat extreme Vorteile, aber es
gibt Schwächen vom Online. Und wenn du jetzt beide Welten miteinander verknüpfst, dann
kannst du die Vorteile der einen Welt nutzen und die Vorteile der anderen. Es ist zum Beispiel
so, wenn ich jetzt Online-Marketing mache und ich habe eine gewisse Zielgruppe, dann
wäre es vielleicht auch sinnvoll, mal den einen oder anderen Zielgruppenbesitzer zu
akquirieren und das muss man nunmal offline machen. Man kann ihm natürlich eine Email
schreiben, aber irgendwann muss man sich mit dem treffen. Und wenn du dem dann einfach
eine sinnvolle Kooperation verkaufen kannst, dann kann das sein, dass sich schonmal deine
Kundenstämme verdoppelt haben, wenn ihr euch nicht Konkurrenz macht. Das Hauptproblem ist,
du verkaufst einfach deine Freiheit und deine Seele und ich habe zum Beispiel nie den Fehler
gemacht, privat zu viele Fixkosten aufzubauen, aber geschäftlich. Ich bin dann hingegangen
und habe Sekretärin, wir brauchen noch einen Graphiker, wir brauchen dies, das jenes und
dann irgendwann arbeitest du nur noch fürs Geschäft, anstatt dass das Geschäft für
dich arbeitet. Und das ist ja eigentlich nicht Sinn und Zweck der Übung. Ich habe eigentlich
nur einen ganz kleinen Kreis an Mitarbeitern. Und diese Mitarbeiter sind eigentlich keine
Mitarbeiter, das sind eigentlich Führungskräfte und die managen einfach eine ganze Horde an
Freelancern oder Kooperationspartnern oder auch Mitunternehmern. Weil wenn dann wieder
die nächste Krise kommt und Krise kommt ja aus dem Griechischen und das heißt eigentlich
Neustart bzw. Chance und wenn man jetzt aber so viele Fixkosten hat, dann ist das kein
Neustart und keine Chance sondern dann ist das eine Katastrophe. Und die Fehler habe
ich natürlich auch alle gemacht. Aber die mache ich immer nur einmal.
Wie bist du denn damals dazu gekommen, Unternehmer zu werden?
Ich dachte ja immer, dass ich Unternehmer wäre, als ich angefangen habe. Ursprünglich
war es einfach so, dass ich keine Lust hatte, unter irgendwelchen Hirnis zu arbeiten. Ich
habe dann in der Versicherung gearbeitet und ich hatte dann da Führungskräfte, wo ich
mir dachte, oh du lieber Gott, wenn der mir was beibringen soll, neee, das möchte ich
nicht. Das war die Ursprungsmotivation. Aber ich war eigentlich überhaupt kein Unternehmer.
Und viele von euren Zuschauern denken auch, sie wären Unternehmer, aber sie sind keine.
Deswegen lasst uns das mal definieren. Wir haben “Selbständig” und “Unternehmer”. Ein
Selbständiger ist eigentlich ein Angestellter, der auf eigene Rechnung arbeitet. Also sprich,
der einfach seine Zeit gegen Geld verkauft. Und der Unternehmer ist jemand, der ein System
erschafft, das für ihn Zeit und Geld erschafft. Wenn du kein System hast, oder nicht an einer
Maschine arbeitest, die ab jetzt für dich produziert, bist du eigentlich kein Unternehmer,
sondern du bist Selbständiger. Und das heißt, du arbeitest selbst und ständig.
Das stimmt. Und das ist zum Beispiel, wie gesagt, ein
ganz, ganz wichtiger Punkt, dass man von Anfang an, also ich mache jetzt mal ein plattes Beispiel:
Stell dir vor, du bist Schreiner, dann baust du einen Stuhl. Das ist auch okay, man muss
Stühle bauen und man muss sie auch erstmal zur Hand bauen, dass man weiß, wie geht es
richtig. Aber der nächste Gedanke muss sein, wie baue ich an meiner Maschine, die in Zukunft
die Stühle für mich baut? Und in der Praxis läuft das dann so: Ich muss meinen Stuhl
schneller bauen, üblicherweise, um mir eine Stunde am Tag rauszuquetschen, um dann die
Maschine zu bauen. Wenn man das dagegen so macht, oh, ich produziere jetzt gar nichts
und baue jetzt nur Maschine, dann verhungert man. Man muss ja in der Praxis beides gleichzeitig
machen. Das ist also die große Herausforderung, aber es geht um das Bauen von Maschinen. Und
diese Maschinen haben den Zweck, für einen zu produzieren. Und Maschinen, das müssen
jetzt nicht unbedingt Stuhlmaschinen sein, aber ich sage mal, eine voll ausgebildete
Sekretärin ist eine Maschine oder wenn du ein Businesshandbuch hast, wo einfach verschiedene
Jobdescriptions drin sind, das ist ne Maschine. Wenn du onlineautomatisierte Abläufe hast,
das ist eine Maschine. Wenn du gute Verträge hast, die dafür sorgen, dass die Zielrichtungen
der Geschäftspartner in die gleiche Richtung gehen. Das ist ja das Problem Angestellte/Unternehmer.
Der Angestellte wird bezahlt für Stunden, der Unternehmer wird bezahlt für Ergebnisse.
Das ist schonmal ein Vertragswerk, das zu Ärger führen wird. In der Praxis wird der
Angestellte auch nicht bezahlt für Stunden, weil wenn er keine Ergebnisse bringt, rechnet
er sich irgendwann nicht und dann ist er auch nicht mehr da. Aber das ist ihm nicht bewusst.
Und idealer Weise sind halt einfach Kooperationen und Verträge zu schließen, die eine Gleichrichtung
der Interessen haben. Sprich, es wird gemeinsam gefeiert, es wird gemeinsam geweint. Und ich
hatte da früher viele Fehler, wo ich zum Beispiel allein geweint habe. Im Immobilienbereich,
also als Beispiel: Du hast 10 Wohnungen. Die Vermittler suchen sich die besten 5 raus,
danach gehen sie wie die Heuschrecken zum nächsten Objekt und du kriegst aber erst
dein Geld, wenn du alle verkauft hast. Die haben ihre Provision gekriegt; ich habe aber
keinen Cent gesehen. Und dann musste ich die schwierigen Wohnungen allein verkaufen usw.
Und heute habe ich einfach andere Verträge, wo ich sage, nein, machen wir nicht so, ihr
kriegt gar keine Provision, wir arbeiten zusammen. Das heißt, wir schmeißen Einnahmen, Ausgaben
alle in einen Topf und dann wird der Gewinn anschließend verteilt. Und wenn der Vermittler
dann meint, oh, in dem Fall müssen wir dem Kunden noch eine Badewanne spendieren oder
mit dem Preis runter gehen, dann ist das total in Ordnung, weil er zahlt ja die Hälfte oder
einen Anteil davon. Und so meine ich eben Gleichrichtung. Zahlst du Provision, geht
es darum, dass der Vermittler sagt, ja, ich stell mich auf die Seite vom Kunden, weil
handeln wir dem Fischer noch 10.000 Euro raus, dann führt das dazu, dass die Interessen
nicht gleichgerichtet sind. Und so überlegt er es sich, wenn er am Gewinn beteiligt ist,
ob er diesen Nachlass geben möchte oder nicht. Und wenn er ihn gibt, dann hat er die Entscheidung
so getroffen, wie ich sie wahrscheinlich auch getroffen hätte. Und dann gibt es auch keinen
Ärger und keine miese Stimmung. Ich frage mich irgendwie, du hast jetzt schon
so viel erreicht, du hast so viele Wohnungen verkauft, du hast entwickelt, verschiedene
Themen, was treibt dich heute noch an? Ganz ehrlich?
Ich bin ja in der glücklichen Lage, dass ich eigentlich nicht mehr arbeiten müsste.
Jetzt muss ich aber sagen, dass ich seit ein paar Jahren gar nicht mehr arbeite, sondern
einfach nur meinem Hobby nachgehe. Das ist zum Beispiel auch eine Empfehlung, die ich
jedem geben kann. Fixkosten unten halten, wirklich schauen, was ist die persönliche
Vision/Mission. Also, woran hat man wirklich Spaß und was möchte man wirklich machen?
Und das was mir Spaß macht ist Unternehmertypen Hilfe zu geben, durch die Erfahrungen, die
ich gemacht habe. Und das so effektiv wie möglich. Das bedeutet im 1:1 Gespräch finde
ich es okay, vor 30 Unternehmern sprechen, finde ich umso besser, weil eine Stunde investiert,
30 angeguckt. Für mich ist wichtig Effektivität, maximaler Effekt, den ich kreieren kann und
auch wirklich Feedback. So merkwürdig es klingt, ich war früher auch sehr, sehr geldmotiviert.
Irgendwann, wir Bayern sagen, kannst du auch nur ein Schnitzel fressen, ich habe eine schöne
Wohnung, ich habe ein schönes Auto, ich habe keine Kosten, es ist alles bezahlt, alles
wunderbar und dann sagst du: Wofür das überhaupt? Und ich hatte vor 5 Jahren so ungefähr die
Krise, wo ich gesagt habe: Ich habe keine Lust mehr. Ich habe keinen Bock mehr, weil
ich kenne Immobilien in- und auswendig. Ich bin mehr so ein Pionier-Typ. Ich habe alle
Checklisten. Ich habe alle Prozesse. Ich habe alle Abläufe. Alles dokumentiert. Also, wenn
du jetzt alle Aktenordner nebeneinander stellst mit den ganzen Prozessen ist das so groß.
Und immer wieder das gleiche….ich kam einfach nicht mehr hoch. Jetzt ist es allerdings auch
eine Unternehmerregel, dass man nicht den Ast absägt, auf dem man sitzt oder die Hand
beißt, die einen ernährt. Weil es war erfolgreich. Ich habe damit sehr viel Geld verdient. Und
dann hatte ich einfach das Problem; ich kann doch jetzt nicht meine erfolgreiche Aktion
einfach aus dem Fenster schmeißen, aber andererseits kam ich auch nicht mehr morgens aus dem Bett.
Und dann habe ich einfach etwas gemacht, vielleicht für die Unternehmer auch, die unter euch
sind, die eine ähnliche Situation haben. Ich habe dann einfach aufgeschrieben, was
hasse ich an meiner Arbeit. So lange, bis mir nichts mehr einfiel. Und dann bin ich
einfach hergegangen und habe das ins Gegenteil umgekehrt. Also ich habe zum Beispiel gehasst,
immer das gleiche zu machen. Hasse ich. Das Gegenteil davon ist, immer wieder Neues machen.
Oder das Gegenteil davon ist, alte Sachen automatisieren. Und das habe ich dann gemacht.
Und so kam ich dann in den Online-Marketing-Bereich. Weil ich bin eigentlich so ein Kreativtyp.
Ich bin jetzt zwar kein Künstler, der Bilder malt, aber ich mag es, Sachen zu erschaffen
und Maschinchen zu bauen und funktioniert das und Knowhow zu destillieren, also was
funktioniert? Das so lange zu testen bis ich sage, so jetzt funktioniert es. Und dann übergebe
ich das jemandem, der betreibt das dann und dann möchte ich mich einfach auf die nächste
Sache machen. Das ist das, was mich halt so antreibt. Und wie ihr wisst habe ich ja einen
Podcast, ich habe verschiedene Youtube-Kanäle usw. Und mir macht es halt wahnsinnig Spaß,
Wissen rauszugeben an Leute, die das zu schätzen wissen. Und das sind halt meistens Unternehmertypen.
Also einfach nicht unbedingt “Er ist schon Unternehmer, aber er ist ein Unternehmertyp”.
Also, wir haben jetzt zum Beispiel einen Praktikanten, der ist gerade 17. Das ist ein totaler Unternehmertyp.
Der hat noch nie in seinem Leben gearbeitet, aber das merkst du sofort. So wie er denkt,
wie er macht, wie er arbeitet und das macht halt Spaß. Weil die nehmen einen Ratschlag
an und setzen ihn sofort um. Den brauchst du nicht treten, was ist denn jetzt, sondern
der sagt “Ah, toll, das kann ich anwenden”, legt los. Und dann sagt er “Ich habe es angewandt,
hat aber nicht ganz funktioniert.” Dann sage ich “Wie hast du es denn gemacht, das musst
du so…” usw. Das macht einfach Bock. Was würdest du denn sagen, ist für dich
ein Unternehmertyp? Woran erkennst du das? Ein Unternehmertyp ist jemand der aus sich
heraus Antrieb hat. Also er folgt einer Zielsetzung. Viele Unternehmer wissen die Zielsetzung nicht
genau, was sie ist. Die ist aber sehr leicht zu erkennen: alles was Spaß macht, ist die
richtige Richtung, alles was keinen Spaß macht, ist die falsche Richtung. Der Trick
ist nur, wie verbindet man das mit Geldverdienen? Also so, dass man auch seine Kosten bezahlen
kann usw. Grundlegend, wie gesagt, Unternehmertypen haben Lust, zu organisieren, sind bereit,
sind Pioniere, also müssen auch kreativ sein, müssen furchtlos in unergründetes Terrain
wollen. Und sie müssen vor allem bereit sein, Maschinen zu bauen und auch zu betreiben.
Und ein Unternehmertyp hat halt einfach so einen Drive raus, zum Beispiel Wissen. Ich
kenne keinen Unternehmertyp, der nicht Lust hat, sich mengenweise Wissen reinzupfeifen.
Und damals, als ich gestartet habe, da gab es kein Internet, Suchbegriffe usw. Das fing
da gerade so an. Also, so ein paar ganz exotische Leute auf Unis hatten mal einen Browser, aber
war noch gar nicht üblich. Das Problem ist, wie bist du da an Wissen rangekommen? Videos
gab es sowieso nicht. Wenn nicht, dann hättest du in die Bibliothek gehen müssen, da tonnenweise
Bücher und jetzt? Heute gibst du einen Suchbegriff ein und kannst dir aussuchen, was du machen
möchtest. Und das ist zum Beispiel was, was alle Unternehmer gemeinsam haben, meiner Meinung
nach, extremer Wissensdurst, aber anwendungsbezogener Wissensdurst. Nicht theoretisch, so, ich möchte
schlau daher reden, einen Titel bekommen oder so, sondern jeder Unternehmer stellt sich
doch insgeheim die Frage: Wie kann ich das anwenden? Und Drive. Drive… Zeit, für den
was rauszufinden, das ist für den nicht Belastung. Also zum Beispiel früher, als Auszubildender…erst
eine Stunde rum. Heute, Mist, schon wieder 4 Stunden rum, waren gefühlt 20 Minuten.
Meinst du jemand, der diesen Drive nicht hat, kann den entwickeln? Oder ist das DNA-Sache?
Nein, eine DNA-Sache ist das sicher nicht. Vom Prinzip ist es so, man muss halt das finden,
was einem wirklich Spaß macht. Völlig unabhängig davon, was man jetzt gerade arbeitet, muss
man sich halt einfach überlegen, was macht mir wirklich Spaß? Auch wenn ich wenn ich
ein Hobby habe. Jetzt angenommen, ich angle. Dann sage ich, was ist das, was mir am Angeln
Spaß macht? Naturverbundenheit, was jagen, Spannung, und von dort aus muss man dann halt
die Richtung finden, die einem Spaß macht. Als Unternehmer kriegt man natürlich auch
viel “Dsch”, eins drauf, und da muss man auch schmerzresistent sein und die Frage ist, will
man das? Und wenn man das nicht will, besser sein lassen.
Jeden Tag besuchen uns ganz, ganz viele Leute. Die wollen herausfinden, wie denkt ein erfolgreicher
Unternehmer? Was zeichnet einen Unternehmer aus? Das hast du schon sehr, sehr gut gesagt,
aber was sind so deine Tipps für jemanden, der jetzt gerade sein eigenes Unternehmen
aufbauen möchte? Der es gerade frisch aufbauen möchte? Das
ist super, dass du mir diese Frage stellst! Da gibt es nämlich etwas, das man unbedingt
beachten sollte. Das wichtigste, was du haben musst, wenn du startest, oder auch wenn du
schon gestartet bist, solltest du unbedingt überdenken, ist die Strategie. Jetzt ist
das Wort Strategie leider das meist inflationäre Wort, das ich kenne. Lass uns mal kurz ein
bisschen darein gehen, Strategie kommt von Strategos, griechisch, heißt “der General”
und das kommt wiederum von Stratos, das heißt “Armee” und agein “führen”, also der, der
eine Armee führt. Und was man dabei verstanden haben muss, das kommt aus der Kriegsführung
und ein Gerneral würde jetzt, eine übergeordnete Vorgehensweise etablieren, wie man zum Beispiel
Frankreich einnimmt oder so. Der würde sich nicht so sehr mit den Details beschäftigen,
sondern wie mache ich eine Strategie. Bei Strategien geht es dadrum, dass man idealerweise,
das ist ganz wichtig, bestehende Strömungen aufgreift. Beispiel, und das ist der Fehler,
den die meisten Unternehmer machen, sie beschäftigen sich sehr mit operativen Sachen. Und auch
mit taktischen Sachen. Als Beispiel: Ich bin mitteltrainiert, aber ich wette mit jedem
von euch, dass ich gegen einen Olympiasieger im Schwimmen auf 1.000 Meter gewinne und zwar
gegen jeden. Ja, da guckst du! Und zwar ist das ganz einfach, wenn ich entscheiden darf,
dass ich rheinabwärts schwimme und er rheinaufwärts schwimmen muss. Ich weiß, das ist lustig,
aber eigentlich nicht so, weil das ist nämlich genau der Fehler, den die meisten Unternehmer
machen. Weil die Unternehmer überlegen sich, wie kann ich mehr Kraft bekommen, wie kann
ich schneller schwimmen, wie kann ich meine Aerodynamik oder meine Aquadynamik verbessern?
Wie kann ich dies, das, jenes machen? Aber kein Mensch achtet dadrauf, was sind bestehende
Strömungen und wie kann ich die surfen? Also, wie kann ich die aufgreifen? Und das meine
ich eben mit Strategie. Bei Strategien geht es halt dadrum, dass man sich Strömungen
anschaut, die existieren und die aufgreift. Und da gibt es ein paar sehr wichtige Punkte
zum Thema Strategie, die man wissen sollte, das erste und der größte Fehler, der gemacht
wird ist, zu breit. Kein Startup-Unternehmer, keiner schafft es, wenn er eine zu breite
Zielgruppe hat. Das heißt also, du musst dich auf eine sehr, sehr enge Zielgruppe konzentrieren.
So eng wie möglich. Frei nach dem Motto, lieber der Erste im Dorf, als der Zweite in
der Stadt. Und von dort aus, wenn dir diese Zielgruppe gehört, von dort aus kannst du
dann anfangen, breiter zu werden, aber wenn du am Anfang mit wenig Geld, wenig Organisation,
wenig Resourcen, wenig ausgebildeten Leuten versuchst, zehn…..Stell dir vor, VW würde
seine ganzen unterschiedlichen Autotypen alle über das gleiche Produktionsband, Förderband
laufen lassen. Es bräuchte einen Genie an Produktionsleiter, um dieses Ding am Laufen
zu halten. Wie machen die es tatsächlich? Ein Auto, ein Produktionsband dafür. Und
deswegen ist es sehr wichtig, am Anfang sehr, sehr eng zu sein und sich auf diese Zielgruppe
zu spezialisieren. Jetzt kriege ich dann oft die Frage gestellt, Alex, woran erkenn ich
denn, dass ich jetzt eng genug bin? Ganz einfach, das erkennst du daran, wenn du einen gemeinsamen
Kittelbrennfaktor etablieren kannst. Ein Kittelbrennfaktor ist der Faktor, wo du siehst, es gibt ein
gemeinsames Problem, etwas, was die Leute wirklich stresst und daran erkennst du auch
eine gute Zielgruppe. Erstens, sie haben einen Kittelbrennfaktor und sie haben einen gemeinsamen.
Wenn du also eine enge Zielgruppe hast, Kittelbrennfaktor, plus dann eine Innovation machst, die dieses
Problem löst, dann kommst du von ganz allein zu Kunden. Und das ist dann auch sehr leicht.
Das ist nicht viel Arbeit. Du hast immer die gleichen Kundentypen, z. B. niedergelassene
Ärzte, die unternehmerisch denken und expandieren wollen, die Single sind und im Alter von soundso
bis soundso. Die haben alle die gleichen Probleme. Wenn du dann dafür eine Innovation hast,
dann laufen dir die die Bude ein. Und wenn du dagegen zu breit bist und sagst, ich mache
Immobilien für Gott und die Welt oder Finanzdienstleistungen für Gott und die Welt oder Produkte für
Gott und die Welt, dann hast du ein Problem. Das Problem ist die Denkweise, weil man denkt,
wenn man zu wenig Kunden hat, muss ich mich breiter aufstellen, um mehr zu bekommen, aber
das ist wirklich ein extremer strategischer Fehler. Weil die Leute kaufen gerne beim Spezialisten
und wenn du jetzt zum Beispiel sagst, ich habe mich auf etwas spezialisiert, dann kommen
die lieber zu dir, als zu einem anderen. Dagegen wenn du zu breit bist, dann bist du niemand.
Das ist zum Beispiel ein ganz wichtiger strategischer Tipp, den ich jedem geben würde, der gerade
startet. Also: Hoher Bedarf, enge Zielgruppe, hohe Nachfrage, hohes Problem und dann einfach
bestehende Strömungen aufgreifen. Ich habe mich sehr intensiv damit beschäftigt, wie
Apple groß geworden ist. Also, es war sehr schwierig, diese Informationen rauszukriegen,
weil die auch nicht öffentlich verfügbar sind bzw. Microsoft. Fangen wir mal mit Microsoft
an. Bill Gates, die sind ja sehr schnell sehr groß geworden, Bill Gates ist hingegangen
und hat irgendjemandem für 5.000 Dollar Microsoft Dos abgekauft. Dos heißt Discooperating System
und war der Vorgänger von Windows. Und dann ist er nicht hergegangen und hat Werbung gemacht
und hat Handelsvertreter eingestellt, um von Computerladen zu Computerladen zu laufen,
sondern er hat genau das gemacht, er ist hergegangen und hat gesagt, so jetzt gehen wir mal zu
IBM und hat den IBM-Jungs gesagt, ihr habt ein Problem! Dann haben die gesagt, ahja,
welches denn? Dann sagt er, ganz einfach, man kauft bei euch einen Computer, schaltet
den an und der geht nicht, weil kein Betriebssystem drauf ist. War damals so. Und man musste eigentlich
Freak sein, man musste schon 10 Computer gehabt haben, um überhaupt einen anschalten zu können.
Dann hat er gesagt, schaut mal, wäre das nicht toll, wenn ihr eine Software hättet,
wo man es anschaltet und dann kann man sofort anfangen, das als Rechner zu benutzen. Heute
ganz normal. Dann haben die gesagt, ja, das wäre schon schön! Weil, wir könnten ja
eine viel größere Zielgruppe auf einmal erreichen. Wir können unseren Umsatz erhöhen
usw. Und dann hat er gesagt: Zufälliger Weise habe ich alles schon fertig und ich gebe es
euch für ein paar Cent oder Dollar pro Rechner. Die haben gesagt: Mensch, toll und somit,
der Rest ist Geschichte. Und das war ein bestehender Kittelbrennfaktor. Enge Zielgruppe, bestehender
Kittelbrennfaktor und je mächtiger ich sage mal der Partner ist, der den Kittelbrennfaktor
hat, desto besser natürlich deine Strategie. Oder Apple hat zum Beispiel eine Hauptstrategie.
Sie gehen nie in umkämpfte Märkte. Sie eröffnen neue. Es gab vorher keinen wirklichen IPod
oder einen MP3Player. Es gab so ein paar kleine, aber es gab nicht einen Standard. Danach das
IPhone, da haben sie einen völlig neuen Markt entwickelt. Dann IPad, völlig neuer Markt
usw. Die eröffnen also immer nur neue Märkte, wo sie konkurrenzlos sind, das ist zum Beispiel
auch eine Strategie. Sehr schwierig, aber es ist auf jeden Fall
ein Weg. Du hast das Microsoft-Thema angesprochen.
Das ist ja auf jeden Fall was man auch so in Büchern liest. Unsere Leser interessiert
immer sehr, was lesen Unternehmer für Bücher. Gibt es da bei dir Bücher, die du gelesen
hast oder die du zurzeit liest? Was ich sehr empfehlen kann ist ein Buch,
das heißt 80 20 Marketing. Gibt es allerdings nur auf Englisch. Da wird einem sehr genau erklärt,
wie man als Unternehmer denken sollte in Bezug auf Marketing. Grundsätzlich sollte man Rich
Dad, poor Dad gelesen haben, das ist ja jetzt nichts Neues, aber einfach, dass man mal die
Basics weiß. Ich empfehle immer wieder jetzt nicht nur ganze Bücher zu lesen, sondern
auch so Studien. Als Beispiel: kürzlich habe ich eine Studie gelesen, ich weiß nicht die
exakten Zahlen, aber und das ist vielleicht auch für eure Zuhörer sehr, sehr wertvoll,
und zwar wurden dort 1.500 Leute die Potential hatten, also einen gewissen IQ hatten, die
waren angetrieben, wollten was werden. Die hat man über 20 Jahre beobachtet, alle halbe
Jahre ein Interview geführt. Und schätz mal, wie viele davon Millionär wurden, von
diesen 1.500? Das ist also schon lange her, diese Studie, die ist 20 Jahre alt. 150, also
10%. Und dann ist man hergegangen und hat gesagt, von diesen 1.500, was war die Motivation?
Und da waren die einen, die haben gesagt, oh, ich möchte gerne eine Vision machen,
was ich cool finde, Geld ist mir nicht so wichtig. Und die anderen haben gesagt, nein,
ich will finanzielle Freiheit erreichen. Jetzt schätzt mal, wie sich die Gruppen aufgeteilt
haben, ungefähr? Wahrscheinlich genau umgekehrt.
Genau, es waren ungefähr 150 Leute, die einer Vision gefolgt sind und ungefähr 1.350, die
einfach finanzielle Freiheit, was ja eine starke Motivation ist, verfolgt haben. Jetzt
schätzt mal, wie sich die Millionäre auf diese beiden Gruppen verteilt haben.
Jemand, der sein Unternehmen liebt und jemand, der einfach nur Geld möchte.
Nicht unbedingt nur Geld, aber finanzielle Freiheit.
Die wahrscheinlich mit der Vision haben es geschafft.
Ja, aber wieviele Millionäre waren, wieviele von den 150 wurden Millionäre, wieviele von
den 1.350 wurden…? 80:20
Nein, viel schlimmer. Du musst dir vorstellen, wirklich 99% der Visionäre wurden Millionär.
Einer nur von den 1.350 ist wirlich Millionär geworden. Das ist zum Beispiel auch ein ganz
wichtiger Tipp. Deswegen tu, was du liebst. Also, du musst wirklich Spaß daran haben,
dein Produkt nach draußen zu geben. So, das ist bei mir zum Beispiel, ich gebe gerne Wissen
weiter. Immobilien, ja, klar, die sind gut, das mache ich seit 20 Jahren, aber trotzdem.
Ich gebe sehr viel Wissen zu Unternehmertum weiter und auch zu finanzieller Intelligenz
und zu Marketing. Also, einfach das, wo ich sage, boah, das hat mir richtig geholfen.
Und du musst einfach das raus tun, was du wirklich möchtest, weil Geld und das verstehen
viele nicht, ist ja eigentlich ein Gutschein dafür, dass du mal für Ware oder Dienstleistung.
Das heißt es ist nichts anderes als ein Gutschein. Und das Problem des Geldes, Geld hat einen
riesen Nachteil. Da muss ich ein bisschen zurückgehen. Früher war es so, war Tauschhandel.
Ich habe Brote angeboten, du Eier. Jetzt gebe ich dir mein Brot, du gibst mir Eier, super.
Woche später treffen wir uns wieder. Ich gebe dir wieder mein Brot. Du sagst, nein
danke, will ich nicht. Kriege ich keine Eier. So, und dann frage ich, ja warum denn nicht?
Dann sagst du, ganz einfach, es ist innen matschig, dein Brot. Es schmeckt nicht und
außen verbrannt. So, dann sage ich: ah, okay. Gehe nach Hause, finde raus, was ich falsch
gemacht habe, bringe dir das Brot wieder und sage, schau, hier, ahja, super, dan habe ich
wieder Eier. Alles schön. So praktisch Geld ist, als eine Art Lageradapter oder Zwischenlager
für Waren oder Dienstleistungen und auch, wenn ich jetzt ne Kuh gehabt habe und du Eier,
war das natürlich ein Problem, aber es ist sehr praktisch, hat aber einen gravierenden
Nachteil. Es verdeckt den Tauschhandel. Und wenn Leute kein Geld haben, bedeutet es übersetzt
einfach eins, das was du lieferst, will keiner haben. Punkt. So, und das verdeckt das Geld.
Früher war das ganz offensichtlich. Ja, warum willst du mein Brot nicht? Schmeckt Scheiße.
So, dann habe ich es gehandhabt und schon lief es wieder. Heute sagen die Leute, ich
muss Geld machen. So, aber Geld macht man nicht, sondern man liefert, liefert, liefert
und dann kommt das Geld von selber. Und das passt auch mit dieser Studie zusammen, die
ich euch gesagt habe. Und der Fokus muss auf Lieferung, auf Rausgeben sein und nicht auf
Reinziehen von Geld. Das kann man, man kann schonmal ein bisschen reinziehen, aber es
macht meistens wupp und hüpft genauso schnell wieder raus, wie es reingezogen wurde. Und
das ist zum Beispiel was, wo ich sagen kann, wenn ihr euer Produkt nicht mögt, sucht euch
ein anderes. Irgendwas, wo ihr wirklich sagt, boah, das müssen alle haben. Steve Jobs,
jeder soll mit einem weißen Ohrhörer durch die Gegend laufen. So, das waren halt so die
Sachen. Aber du beschäftigst dich ja jetzt vor allem
auch stark mit dem Thema Internetmarketing. Du hast ja extrem viele kostenlose Videos
zum Thema Finanzielle Intelligenz, Immobilieninvestements, ja, was kann man da alles noch bei dir bekommen?
Vielleicht für die Leser, die das interessiert! Vom Prinzip erstmal, warum ich das mache.
Einfach weil es mir Spaß macht, cooles Wissen rauszugeben, es selber zu recherchieren. Also
mein Hobby ist Wissen. Nur das Problem ist, man liest einfach ich sage mal ein ganzes
Buch und da stehen drei wertvolle Informationen drin. Vielleicht noch zwei, dafür 10 sinnlose
Informationen, die, wenn man sie annimmt, einen eher zurückwerfen. Ich sehe meinen
Job einfach durch meine Erfahrung das Zeug zu filtern und zu sagen, wow, das ist eine
tolle Information und die dann kurz und knackig rüberzugeben. Ich habe da natürlich speziell
den Immobilieninvestormasterkurs, wo es darum geht, wie investiere ich sinnvoll in Immobilien.
Aber das ist nur ein ganz kleiner Teil. Also ich habe zum Beispiel auch “Wie funktioniert
Online-Marketing”. Ich werde jetzt einen speziellen Marketing- und Strategie-Kurs rausgeben, wo
ich diese ganzen Sachen, die ich in Strategie schon angedeutet habe, genau, es gibt so 40
magical Questions, die man sich stellen kann, um seine Strategie zu überprüfen, zum Beispiel
wer hat die gleiche Zielgruppe und ein anderes Produkt, ist ein potentieller Kooperationspartner
usw. Da gibt es richtig cooles Zeug. Wie kann ich mir ein Expertenbranding verschaffen usw.
Da gibt es halt so Fragen, die einfach dafür sorgen, dass man Rückenwind hat. Ich sehe
mich halt wie gesagt so darin, Wissen zu destillieren und es dann einfach rauszugeben. Das mache
ich aus verschiedenen Gründen: a) weil es mir Spaß macht, b) weil es eine extrem gute
Investition ist, weil für so ein Video zu drehen, brauche ich insgesamt, inklusive Schnitt
90 Minuten, für so ein 10 Minuten-Video inkl. Skript, Recherche…Aber wenn ich das dann
veröffentliche, habe ich am ersten Tag 300-400 Views, mal 10 Minuten sind 4.000. Das heißt
90 Minuten investiert, 4.000 habens konsumiert, ist eine gute Investition, finde ich cool.
Also ich liebe gute Investitionen. Und der nächste Punkt ist, es sorgt natürlich auch
dafür, wenn du Leuten hilfst, wie gesagt, Geld ist ein Gutschein für Lieferung, und
das funktioniert auch wenn man mir vielleicht sagt, mensch, Fischer, das ist ja jetzt nicht
ganz so mit Zahlen, Daten, Fakten belegbar, aber meine Erfahrung ist die, wenn du einfach
Wert nach draußen lieferst, kommt Geld auch wieder rein. Das heißt, ich mache mir weniger
Sorgen um Geld, sondern ich sorge einfach dafür, dass ich cooles Zeug liefere, wo die
Leute sagen, das ist aber cool, und dann kommt das Geld schon. Und da muss ich mir nicht
wirklich Sorgen machen, und selbst wenn keines käme, würde ich es auch überstehen. Die
Idee, auf meiner Webseite alex-fischer-duesseldorf.de, ich muss ein bisschen Werbung für mich machen,
dort könnt ihr euch X Videos reinziehen usw. Da sind über 400 drauf dann und bis Jahresende
werden es 1.000 werden, zu allem was Unternehmertum betrifft. Zu Marketing, zu Verkauf, zu Vertrieb,
zu Strategie, auch wie muss ich meine Finanzen als Unternehmer aufstellen, also wie mache
ich meine Finanzplanung, weil ich weiß, wie es falsch geht. Ich weiß aber auch, wie es
richtig geht. Tipps mit Banken, wie erhöhe ich meine Bonität, wie mache ich dies, wie
mache ich das, weil ich mache ja die ganze Zeit nichts anderes, außer Kredite und dann
gibt es halt einfach Wissen dazu. Was Leute unglaublich wertvoll finden und ich wusste
früher gar nicht, dass das so wertvoll ist und das liefer ich da halt praktisch frei
raus. Ich habe jetzt aktuell einen Immobilienpodcast. Ich werde jetzt noch einen Unternehmerpodcast
machen und weil eine unserer Zielgruppen Ärzte sind, auch einen Ärztepodcast. Die werden
wir dann an den Start bringen und das macht halt einfach unglaublich Lust, diese Maschinchen
zu bauen. Weil Podcast ist eine Maschine, ein Video ist eine Maschine und das sind alles
sehr, sehr gute Investitionen. Und deswegen mach ich das halt hier.
Und wie sind deine Pläne für die Zukunft? Das weiter ausbauen, vermute ich und dann?
Also, ich werde ungefähr Ende 2018, da werde ich das operative Immobiliengeschäft einstellen.
Das heißt, ich selber werde keine Immobilien mehr ankaufen und handeln. Sondern ich werde
mir dann lauter kleine Alex Fischers suchen, so wie ich vor 20 Jahren war, oder vor 15
und zwar 10 Stück und dann sage ich: Freunde, wir machen das so, ich beteilige mich zu 30%
jeweils an euren GmbHs, ihr seid Hauptgesellschafter, ihr seid auch Geschäftsführer und ich stelle
euch die Kontakte her, ich gebe euch die Maschinchen dafür, ich coache euch usw. Ich möchte einfach
nur noch mit Unternehmern arbeiten. Und nicht mehr mit unbedint mit dem Buchhalter diskutieren,
was jetzt bei der Umsatzsteuerprüfung raus kam, sondern einfach wirklich Unternehmer
und das denke ich, ist auch wieder ein hoher Mehrwert. Also, mir ist Mehrwert immer sehr
wichtig. Weil, der spart sich unglaublich viele Fehler im Immobilienbereich, wenn ich
das damal gehabt hätte, ich habe ja die Kontakte oder auch die ganzen Online-Sachen, die ich
dafür habe, also bei mir melden sich am Tag 40 Leute an, die gerne mehr wissen möchten
über Immobilien. Und ich kann die gar nicht bearbeiten. Es ist so viel, ich weiß gar
nicht, wohin damit. Da möchte ich dann halt Sachen machen, vor allem lerne ich auch was
von denen. Weil jeder von denen hat zum Beispiel eine schlaue Idee, wo ich sage, oh, das ist
aber cool. Das ist eine coole Idee. Ich weiß aber auch, welche Ideen funktionieren werden
und welche nicht. Wenn man eine gewisse Erfahrung hat weiß man, das funktioniert aus den und
den Gründen nicht. Aber oft kommen auch Leute mit Ideen um die Ecke, wo ich sage, wow, da
bist du selber nicht drauf gekommen. Und das ist dann der Grund, warum ich das machen möchte.
Und dann fokussierst du dich weiter auf das Thema Online und dann mal sehen, was passiert letzten
Endes? Grundsätzlich ist es halt so, ich habe eine
sehr klare strategische Planung, auch mit strategischen Regeln. Und eine strategische
Regel ist halt, dass jedes Projekt, das ich anfange, mich nicht reinsaugen darf. Das heißt,
ich möchte mich jederzeit davon zurückziehen können. Alle Projekte, an denen ich aktuell
arbeite, da kann ich auch sagen, nein, jetzt habe ich keine Lust mehr, jetzt mache ich
zwei Wochen Pause. Mache ich zwar nicht, aber es ist so schön, die Wahl zu haben. Das habe
ich noch nicht in allen Bereichen. Wenn ich jetzt eine Betriebsprüfung kriege, muss ich
mich damit auseinandersetzen, das ist schon alles stark reduziert. Ich habe einen Officemanager
usw. Aber trotzdem. Und jeden dieser Punkte, der mich dann praktisch festkettet, möchte
ich dann lösen, um einfach noch freier zu werden. Und das mache ich zum Beispiel als
Selbständiger, weil als Unternehmer war ich das definitiv nicht.
Gibt es denn einen Grund dafür, warum gerade 2018? Das ist einfach so die Zielplanung weil
ich bis dahin mit meinen anderen Sachen fertig bin und das ist halt so eine Zeit, um das
alles so hinzustellen. Weil ich muss ja diesen kleinen Alex Fischers auch Mehrwert liefern.
Ich kann ja nicht einfach sagen, hier rackert hier jetzt, ich bin dran beteiligt, sondern
die müssen ja was davon haben. Und sie müssen mehr davon haben und zwar wesentlich mehr
als wenn sie es allein machen würden. Und bis dahin habe ich diesen ganzen Mehrwert
aufgebaut, einen Großteil habe ich eigentlich schon, und kann das auch mal klein testen
schonmal bis 2018, aber 2018 möchte ich mich dann wirklich in diese Richtung vorgehen.
Es geht darum, einfach auch das Thema Immobilien skalierbar zu machen. Also sprich, ich kann
zwar sehr viel verkaufen, ich kann auch sehr viel ankaufen, ich habe sehr, sehr viele Kontakte,
das ist nicht das Problem, aber wenn du das zentralisiert machst, bleibt das halt alles
an dir hängen. Dann gibt es dann mal zwei Monate gar nichts und dann kommt alles gleichzeitig.
Und dann kippst du aus den Latschen und um das zu vermeiden und das skalierbarer zu machen.
Und das wird dann auch so eine Wasserkopforganisation. Die Leute fangen dann an, sich gegenseitig
im Weg rumzustehen und so hast du halt kleine Gruppen, die alle schön effektiv bleiben,
maximal 5 Leute und die zusammen eine große Macht ergeben. Und das finde ich halt cool.
Wie ist da jetzt der aktuelle Stand? Hast du jetzt schon einen davon?
Nein. Momentan kümmere ich mich noch gar nicht drum, aber wenn ich jetzt in meiner
Community sagen würde, hey, wer hat Lust, mit mir zu arbeiten? Also momentan werde ich
einmal die Woche angeschrieben, hey, kannst du nicht oder möchtest du nicht oder was
auch immer? Und ich würde gerne bei dir arbeiten, ich würde gerne bei dir lernen, also da sehe
ich nicht das Problem drin. Das müssen dann nur auch die Leute sein, dass wir halt da zusammenpassen,
auch von den Zielsetzungen her. Weil mir zum Beispiel das Wertliefern sehr wichtig ist und
viele junge Leute, die wollen halt erstmal die große Mark machen. Wie wir jetzt beide
aus der Studie wissen, oder wir alle drei aus der Studie wissen, funktioniert das leider
nicht so. Und auch das mit dieser Studie, da wird es ein Video drüber geben. Ich habe
mal sehr, sehr viele Studien rausgekramt, die meisten gibt es auf Englisch und die meisten
gibt es auch nicht so einfach, weil die nicht veröffentlicht werden, sondern das sind Firmen,
die das machen und die geben es dir auch nicht so einfach, sondern du musst Tauschware haben.
Also du musst was haben, was die gebrauchen können, dann kannst du sagen, komm, was habt
denn ihr, gib mir mal was anderes wertvolles dagegen. Und das kondensiere ich halt, bringe
es in ein zehn Minuten Video, aber immer anwendbar. Eben für Unternehmer. Ein normaler Angestellter
fände es wahrscheinlich zu schnell. Aber so ein Unternehmer, der will einfach komm…zackzack,
auf den Punkt. Ja super. Wir wünschen auf jeden Fall sehr
viel Erfolg bei deinen Zielen für die Zukunft und sind gespannt. Wir werden auf jeden Fall
verfolgen, was du machst und vielen Dank für deine Zeit.
Dankeschön, es war mir ein Vergnügen mit euch! Bis dann!

20 thoughts on “Interview mit Alex Düsseldorf Fischer beim Blog 30Tausend zu Lebenslauf, Strategie & Unternehmertum

  1. Sehr gutes Video (bin bei Minute 30.08). Ich konnte vieles mitnehmen eine Sache die besonders hängen geblieben ist, ist die mit den Vermittlern und der Provision!

  2. Dann würde es bei Apple aber von der Strategie her keinen Sinn ergeben, dass sie in den Elektro-Automarkt einsteigen!

  3. Hi Alex,
    wenn ich in zukünftig eine Immobilie kaufen möchte(erste Immobilie) und schon ein Teil des Eigenkapitals zusammen gespart habe, mir jedoch noch rund 1/3 fehlt und ich diese erst so in 2-4 Jahren beisammen habe und ich nicht möchte, dass die Inflation das Geld aufrisst. Kann ich dann das Geld in Fonds(Wie etfs, die den Weltmarkt widerspiegeln) investieren und dann der Bank sagen,wenn ich das ganze Eigenkapital habe(Jedoch in Fonds investiert), sie sollen die Immobilie und Nebenkosten finanzieren; dafür ist das Depot in der Hand der Bank, bis ich die Nebenkosten getilgt habe oder möchten die nur Cash? Und ist es überhaupt realistisch, dass die Bank bei der ersten Immobilie gleich die Immobilie plus Nebenkosten finanziert?
    LG Julian.

  4. Danke Alex, ich lerne eine Menge von dir, deine Videos sind selbst für mich als blutiger Anfänger leicht zum verstehen, gut dass es solche Menschen wie dich gibt, Gruß aus Tirol

  5. Ich habe 2 Fragen:

    1) Bist du auf Whatsapp noch aktiv

    2) Wo kann man sich bewerben um ein Fischer Junior zu werden?

  6. Alex Fischer ist ein inspirierender Mann! In diesem Video kann man sehr viel lernen und sofort anwenden! Ich bin sehr dankbar für diese wissen:-)

  7. Ein wirklich tolles und inspirierendes Video, wie eigentlich alle. Ich bin 18 und Studentin. Ich freue mich so, diesen Kanal jetzt schon gefunden zu haben. Vielleicht kann ich dann vieles richtig machen, was meine Eltern so falsch gemacht haben.

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